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Unbemanntes Fluggerät; Beantragung einer Erlaubnis für den Betrieb
Beschreibung

Unter dem Oberbegriff „unbemannte Fluggeräte" fasst man unbemannte Luftfahrtsysteme (umgangssprachlich „Drohnen") und Flugmodelle zusammen. Unbemannte Luftfahrtsysteme sind unbemannte Fluggeräte einschließlich ihrer Kontrollstation, die nicht zu Zwecken des Sports oder der Freizeitgestaltung betrieben werden. Hierzu zählen z. B. Quadro-/Hexa-/Oktokopter für gewerbliche Fotoaufnahmen, Werbeluftschiffe, aber auch Modellflugzeuge, wenn sie zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.

Bei Nutzung zu Zwecken des Sports oder der Freizeitgestaltung handelt es sich um Flugmodelle. Rechtlich werden die Flugmodelle und die unbemannten Luftfahrtsysteme als unbemannte Fluggeräte weitestgehend gleich behandelt.

Das Bundesministerium hat mit der Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten vom 30. März 2017 den Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen und Drohnen in Deutschland neu geregelt. 

Für die Frage, ob eine Erlaubnis erforderlich ist, sind die folgenden voneinander unabhängigen Kriterien maßgeblich (§ 21a Abs. 1 der Luftverkehrsordnung - LuftVO).

Unbemannte Luftfahrtsysteme

  • bis zu 5 kg Startmasse:
    Der Steuerer benötigt grundsätzlich keine Erlaubnis. Beim Betrieb sind die Vorschriften der §§ 21 a – f LuftVO zu beachten.
  • mehr als 5 kg bis maximal 25 kg Startmasse:
    Für den Einsatz von unbemannten Luftfahrtsystemen mit einer Startmasse bis zu 25 kg (hierbei ist auch die zu befördernde Ladung, z. B. Kamera o. ä. einzuberechnen) ohne Verbrennungsmotor in Sichtweite des Steuerers besteht eine Allgemeinverfügung zur Erteilung der Erlaubnis zum Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen. Sie müssten uns gegenüber nur eine Erklärung abgeben, dass Sie von der Allgemeinverfügung Gebrauch machen und beim Betrieb die Datenschutzbestimmungen beachten. Sie erhalten als Bestätigung der Registrierung eine Kostenrechnung mit der darin enthaltenen Registriernummer. Die Gebühr beträgt 50,00 EUR. Die Erklärung gilt immer für zwei Jahre und müsste dann erneut abgegeben werden.

    Zu beachten ist aber, dass die Allgemeinverfügung nur für den Zuständigkeitsbereich des jeweiligen Luftamtes gilt. In unserem Fall also für die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Schwaben. Das Luftamt Nordbayern in Nürnberg hat für seinen Zuständigkeitsbereich ebenfalls eine Allgemeinverfügung erlassen. Es reicht jedoch, wenn Sie die Erklärung zur Nutzung der Allgemeinverfügung bei einem der beiden Luftämter einreichen. Sie sind dann berechtigt, beide Allgemeinverfügungen zu nutzen. Sie finden die Allgemeinverfügung und die Erklärung unter Formulare.

    Die Regelungen der neuen LuftVO sind auch von den Nutzern der Allgemeinverfügung oder Inhabern einer Allgemeinerlaubnis zu beachten.
  • mehr als 25 kg Gesamtmasse:
    Um für Geräte über 25 kg eine  Betriebserlaubnis zur erhalten, muss ein Antrag zur Einzelerlaubnis eingereicht werden.

Flugmodelle

  • bis zu 5 kg Gesamtmasse:
    Der Steuerer benötigt grundsätzlich keine Erlaubnis. Beim Betrieb sind die Vorschriften der §§ 21 a – f LuftVO zu beachten
     
  • von 5 – 25 kg Gesamtmasse:
    Analog der Regelungen bei unbemannten Luftfahrtsystemen von mehr als 5 kg bis maximal 25 kg Startmasse.
     
  • über 25 kg Gesamtmasse:
    Der Steuerer benötigt eine Lizenz nach der Verordnung über Luftfahrtpersonal (LuftPersV) von einem der Beauftragten Verbände (Deutscher Modellflieger Verband oder Deutscher Aero Club). Zusätzlich bedarf das Flugmodell einer Zulassung durch den Deutschen Modellflieger-Verband (DMFV) oder durch das Luftsportgerätebüro des Deutschen Aero-Clubs (DAeC).

Weiterhin ist zu beachten

In folgenden Fällen ist für unbemannte Luftfahrtgeräte (unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle) immer eine Erlaubnis erforderlich:

  • Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen mit Verbrennungsmotor in einer Entfernung von weniger als 1,5 Kilometern von Wohngebieten
  • Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen aller Art in einer Entfernung von weniger als 1,5 Kilometern von der Begrenzung von Flugplätzen; auf Flugplätzen bedarf der Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen darüber hinaus der Zustimmung der Luftaufsichtsstelle und der Flugleitung, sofern der Betrieb nicht im Rahmen der Allgemeinverfügung oder einer Allgemeinerlaubnis erfolgt,
  • Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen aller Art bei Nacht, sofern der Betrieb nicht im Rahmen der Allgemeinverfügung oder einer Allgemeinerlaubnis erfolgt

Die Regelungen der neuen LuftVO sind auch von den Nutzern der Allgemeinverfügung oder Inhabern einer Allgemeinerlaubnis bzw. Einzelerlaubnis zu beachten, insbesondere die Betriebsverbote des § 21 b LuftVO. Ausnahmen von einem Teil der Betriebsverbote werden im Rahmen der Allgemeinverfügung zugelassen. In allen anderen Fällen können auf Antrag allgemein oder im Einzelfall Ausnahmen zugelassen werden. Das entsprechende Antragsformular finden sie unter Formulare.

Zuständiges Amt
Regierung von Mittelfranken
Hausanschrift
Promenade 27
91522 Ansbach
Postanschrift
Postfach 606
91511 Ansbach
Fon:
+49 981 53-0
Fax:
+49 981 53-1456
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